zeiTweg

Eine Komposition zum 888-jährigen Jubiläum der Stadt Riesa

Hörbeispiel 

Christian Voß und die Neue Elbland Philharmonie

Audio-CD

1. Christian Voß: „Fanfare für Riesa“

2. Christian Voß: „zeiTweg“

DVD


Eine musikalische Reise durch die Geschichte Riesas in Bildern

Christian Voß:  Gedanken zur Komposition „zeiTweg“

Gewidmet der Stadt Riesa zum 888jährigen Bestehen

Am Anfang steht der Urknall oder anders ausgedrückt, die sagenhafte Gründung der Stadt durch den Riesaer Riesen. Die Stadt wird, repräsentiert durch die Töne E, ES und A (Ri-E-S-A) förmlich dem Zuhörer vor die Füße gekippt…aber, was trug sich wirklich zu?
 Begeben wir uns auf eine Musikalische Reise zurück zu den geschichtlichen Wurzeln, verfolgen wir den Weg Riesas durch die Zeit.

Begonnen hat alles mit einem Kloster. Mönche singen einen erhebenden gregorianischen Choral, von allen Wänden hallen die Echos. Schon in diesem Choral ist der Name Riesas (damals R-E-zow-A) in der Musik enthalten.

Weiter geht die Reise und die Musik verwandelt sich in Bläserchöre der Renaissance. In dieser Zeit erlangte Riesa das Marktrecht und somit erklingt nun eine heitere Marktszene, die sich tumulthaft steigert. Plötzlich bricht martialisch der anfängliche gregorianische Choral herein und versinnbildlicht die kriegerischen Auseinandersetzungen um die „richtige” Religion in dieser Zeit.

Nach dem Abklingen dieses ersten Konflikts ziehen wir weiter und gelangen (musikalisch) in die Barockzeit. Es ist die Zeit des Glanzes des Dresdner Hofes und ein Teil von diesem scheint auch auf Riesa, als der gesamte Hof an der Stadt vorbei nach Zeithain zieht. Doch auch hier kündigen scharfe Klänge von Kriegen, die zu allen Zeiten zerstörten, doch oft auch den Weg für eine neue Zeit bereiteten.

Diese Zeit der Klassisch-Romantischen Epoche war für Riesa nicht sehr erfreulich. Nach dem verlorenen Krieg gegen Preußen brauchte die ganze Region lange, um wieder auf die Beine zu kommen. Somit ist auch der Widerhall Riesas in der Musik leise und traurig, schwingt sich aber im Laufe der Zeit zu ungeahnten Höhen und kündigt mit einem Wagnerzitat (Liebesmotiv aus Tristan und Isolde) die nahende Moderne an.

Diese bricht nun mit aller Macht herein. Stampfende Rhythmen künden von Maschinen und Eisenbahn. Das Riesamotiv klingt wie ein Signalhorn eines Elbdampfers. Immer weiter hetzt die Musik. Das stampfen der Maschinen wird zu einem stampfenden Marschieren der Menschen. Die Katastrophen des 20. Jahrhunderts gehen auch an Riesa nicht spurlos vorbei.

-Zusammenbruch-

Was folgt? Resignation? Nachdenken über Fehler? Privat? Gesellschaftlich?

Die Musik steht auf der Stelle, als suche Sie nach einer neuen Identität, als fliehe sie vor sich selber. Fugierte Einsätze (fugare = fliehen) versinnbildlichen diese Art von Agonie. Aber was nutzt das Klagen, das Verharren. Die Geschichte ist gelebt, die Zeit ist weg  und nichts ist mehr an der Vergangenheit zu ändern.

Also stellen wir uns unserer Geschichte. Mit Stolz, Nachdenklichkeit und dem Mut die Zukunft zur Bestmöglichen zu machen.
 Alle Themen erklingen nun gemeinsam und formen das Bild, das wir uns heute von Riesa machen: Das Bild einer liebenswerten Stadt, in der hoffentlich auch noch mindestens 888 Jahre lang gelebt, gelitten und gefeiert wird.

Christian Voß

Wir danken den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, dem Heimatmuseum Riesa und der ESF-Elbestahlwerke Feralpi GmbH für ihre Unterstützung. 


 

Anfrageformular

Generated with MOOJ Proforms
* Diese Felder werden mindestens benötigt um Ihre Angaben verarbeiten zu können.
Ich interessiere mich für die CD (Bitte ausfüllen)
CD-Titel
Ihre Kontaktdaten
Vorname
Nachname
E-Mail *
Ihre Adresse
Straße, Nr.
PLZ, Ort